Nachberichtet...unser Fazit zur SAPPHIRE 2009 und SAP World Tour Mannheim
Die SAPPHIRE schien in diesem Jahr deutlich von der Krise gekennzeichnet. Mit 10.000 Teilnehmern waren weit weniger Besucher in Orlando als in den Vorjahren. Weitere 8.000 Teilnehmer waren der diesjährigen SAP-Hausmesse online zugeschaltet. Die wichtigsten Themen auf der SAPPHIRE waren in diesem Jahr der SAP BusinessObjects Explorer, Produkte zum Thema Nachhaltigkeit, SaaS als SAP-Strategie mit CRM sowie SAP Business ByDesign.
Die Präsentation der neuartigen Datenanalyse-Software SAP BusinessObjects Explorer beeindruckte die Teilnehmer sichtlich. Die Lösung ermöglicht auch Anwendern ohne Vorkenntnisse im Bereich Datenanalyse, einen schnellen und intuitiven Zugang zu Informationen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Möglicherweise wurden durch diese Präsentation nun auch die letzten Skeptiker überzeugt, dass der Zukauf von Business Objects sowohl für SAP als auch für SAP Kunden ein Gewinn war. Ob das Thema Nachhaltigkeit, bei dem sich SAP als führendes Unternehmen positionieren möchte, von SAP auch nachhaltig betrieben wird, muss sich in den nächsten Jahren zeigen. Was SAP BusinessBy Design betrifft, kündigte SAPs Chefstratege Pascal Brosset zum einen die Version 2.0 für September, zum anderen die Marktreife der On-Demand-Software für 2010 an.
Die am meisten beachtete Präsentation kam von SAP-Mitbegründer Hasso Plattner. Er berichtete über aktuelle Forschungsergebnisse aus dem Hasso Plattner Institut. Die Forscher arbeiten an einer Möglichkeit, sämtliche Daten einer Geschäftsapplikation im Hauptspeicher zu halten. So könnte die Auswertung von Informationen und die Geschwindigkeit der Datenverarbeitung erheblich beschleunigt werden.
Die Vorträge auf der SAP World Tour in Mannheim ähnelten jenen auf der SAPPHIRE. Auch hier stand der Vortrag von Hasso Plattner im Mittelpunkt. Ob sich allerdings das Konzept der Worldtour bewährt, wird sich zeigen. In diesem Jahr gab es deutlich weniger Partnerstände und auch weniger Informationsstände der SAP im Congress Center Rosengarten. Im Gegensatz zu den USA war das Thema Supportpreis-Erhöhung in Deutschland nach wie vor ein großes Thema. Mit Spannung erwartet die SAP-Community, wie sich das völlig neue Konzept der Messung des Supports über Kennzahlen bei ausgewählten Kunden bewährt.
Als Fazit aus beiden Veranstaltungen bleibt uns als SAP-Partner die Empfehlung an SAP, auch in Zukunft wieder eine internationale Veranstaltung auszurichten. Denn die technikorientierte TechEd kann diese nicht ersetzen und nationale Veranstaltungen werden bereits sehr gut durch User-Group-Veranstaltungen wie beispielsweise dem DSAG Jahreskongress abgedeckt. Der große Vorteil der SAPPHIRE, die Besucher in wenigen Tagen allumfassend mit Informationen über SAP- und Partner-Produkte zu versorgen, ist aus unserer Sicht leider nicht mehr gegeben.
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